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Anbaugebiet · Südamerika

Kolumbien

Huila, Nariño, Antioquia·1.200 bis 2.300 m

Kolumbien ist der drittgrößte Kaffeeproduzent der Welt und liefert ausschließlich gewaschene Arabica. Huila, Nariño und Antioquia im Porträt: Höhenlagen, zwei Ernten im Jahr, Varietäten wie Castillo und Caturra und das typische Profil aus Karamell und roter Frucht.

Geschmacksprofil

Säure4/5
Körper3/5
Süße4/5
Frucht3/5
Schokolade3/5

Typische Noten

KaramellRote ÄpfelKirscheMilchschokoladePanela

Erntezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

Drei Andenketten, ein Äquatorklima und Vulkanböden: Kolumbien hat für Kaffee die besten Voraussetzungen des Kontinents, und es nutzt sie mit einer Disziplin, die anderswo selten ist. Nur Arabica, fast nur gewaschen, und ein nationaler Verband, der seit 1927 jede Bohne zählt.

Zwei Ernten

Weil die Regenzeiten je nach Region zu unterschiedlichen Zeiten kommen, wird in Kolumbien fast das ganze Jahr geerntet. Die Haupternte läuft von Oktober bis Dezember, die kleinere Mitaca-Ernte von April bis Juni. Für Röster bedeutet das: Frischer kolumbianischer Kaffee ist jederzeit verfügbar.

Die Regionen

Huila im Süden ist heute die Region für Spezialitätenkaffee: Lagen bis 2.000 Meter, rote Frucht, Karamell und eine saftige Säure. Nariño an der Grenze zu Ecuador liegt noch höher, bis 2.300 Meter, und liefert dichte, süße Kaffees mit zitrischer Klarheit. Antioquia um Medellín ist das klassische Kaffeeland mit ausgewogenen, schokoladigen Kaffees. Dazu kommen Tolima, Cauca und der Kaffeekulturlandschaft-Dreieck aus Caldas, Quindío und Risaralda, seit 2011 Weltkulturerbe.

Castillo und Caturra

Der Kaffeerost hat in den 2010er Jahren einen Großteil der Ernte bedroht. Die Antwort war Castillo, eine resistente Kreuzung, die heute auf über der Hälfte der Flächen steht. Puristen bevorzugen Caturra und Typica wegen ihrer Süße, aber gute Castillo-Kaffees sind kaum zu unterscheiden. In Huila wachsen inzwischen auch Gesha und Pink Bourbon für den Auktionsmarkt.

Aufbereitung

Die klassische Aufbereitung ist gewaschen, meist auf der Farm selbst in kleinen Beneficios. Seit einigen Jahren experimentieren kolumbianische Farmen wie kaum andere mit Fermentation: anaerob, mit Hefen, mit Kohlensäuremazeration. Das Ergebnis reicht von Erdbeere bis Zimt und ist nicht jedermanns Sache, hat Kolumbien aber an die Spitze der Auktionspreise gebracht.

In der Tasse

Kolumbien ist der Kaffee für alle, die es ausgewogen mögen: mittlere Säure, mittlerer Körper, viel Süße. Hell als Filter zeigt er rote Äpfel und Karamell, mittel geröstet wird er zu einem schokoladigen Espresso mit Kirsche. Ein idealer Einstiegskaffee, der auch Profis nicht langweilt.

Häufige Fragen

Wann ist Erntezeit in Kolumbien?

Haupternte von Oktober bis Dezember, eine zweite Ernte, die Mitaca, von April bis Juni. Je nach Region verschieben sich die Zeiten.

Warum ist kolumbianischer Kaffee so bekannt?

Der Kaffeeverband FNC hat das Land ab 1959 mit der Werbefigur Juan Valdez weltweit vermarktet, und das Angebot war stets gewaschener Arabica in gleichbleibender Qualität.