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Anbaugebiet · Zentralamerika

Panama

Boquete, Volcán, Chiriquí·1.400 bis 2.000 m

Panama produziert winzige Mengen und die teuersten Kaffees der Welt. Boquete und Volcán im Porträt: die Varietät Gesha, der Nebelwald am Vulkan Barú, die Auktion Best of Panama und das Profil aus Jasmin, Pfirsich und Bergamotte.

Geschmacksprofil

Säure4/5
Körper2/5
Süße5/5
Frucht5/5
Schokolade1/5

Typische Noten

JasminPfirsichBergamotteHonigTropische Früchte

Erntezeit

JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez

2004 stellte eine Familienfarm in Boquete bei einem Wettbewerb einen Kaffee vor, der nach Jasmin und Pfirsich schmeckte und nach nichts, was die Juroren kannten. Die Varietät hieß Gesha, stammte ursprünglich aus dem äthiopischen Wald und war in Panama Jahrzehnte als Windschutz gepflanzt worden. Seitdem ist Panama das Land, in dem Kaffee zum Luxusgut wurde.

Gesha

Die Pflanze ist hochgewachsen, ertragsarm und empfindlich, ihre Bohnen sind länglich und ihre Blätter bronzefarben. Sie braucht Höhe, Schatten und Nebel, um ihr Aroma zu entwickeln: Jasmin, Bergamotte, Pfirsich, eine Süße wie Honig und eine Klarheit, die an Tee erinnert. Bei der jährlichen Auktion Best of Panama erzielen die besten Lots Preise, die den Weltmarktpreis um das Hundertfache übersteigen. Ein Pfund kann mehr kosten als eine Röstmaschine.

Die Regionen

Boquete liegt an der Ostflanke des Vulkans Barú in der Provinz Chiriquí, zwischen 1.400 und 1.900 Metern. Der Nebel, Bajareque genannt, hält die Luft feucht und die Sonne mild. Volcán auf der Westseite ist trockener und höher, mit klarer, fruchtiger Säure. Beide Regionen haben Farmen, die seit Generationen in Familienbesitz sind, viele davon von Einwanderern aus Europa gegründet.

Aufbereitung

Gewaschene Geshas sind die Referenz für Klarheit und Blumen. Naturals werden tropisch und süß, mit Mango und Erdbeere. Seit einigen Jahren experimentieren die Farmen mit anaerober Fermentation und Kohlensäuremazeration, die den Kaffee in Richtung Likör und Gewürz schieben. Alles trocknet langsam auf Hochbetten oder in Gewächshäusern.

Jenseits der Gesha

Panama baut auch Caturra, Catuaí, Typica und die große Pacamara an. Diese Kaffees sind sauber, süß und ausgewogen, mit Zitrus und Milchschokolade, und kosten einen Bruchteil. Wer Panama kennenlernen will, fängt hier an.

In der Tasse

Eine Gesha gehört in den Handfilter, hell geröstet, mit weichem Wasser und ohne Milch. Alles andere wäre Verschwendung. Sie ist leicht, floral, süß und lang, mehr Tee als Kaffee. Als Espresso funktioniert sie nur mit viel Erfahrung und viel Geld.

Häufige Fragen

Warum ist Gesha-Kaffee so teuer?

Die Pflanze liefert wenig Ertrag, ist empfindlich und wächst nur an wenigen Orten so gut wie in Panama. Dazu kommt eine weltweite Nachfrage nach einem Aroma, das sonst kein Kaffee hat.

Gesha oder Geisha?

Beide Schreibweisen sind üblich. Gesha ist der Ort in Äthiopien, aus dem die Varietät stammt. In Panama hat sich Geisha eingebürgert.